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Geschichte Grünau (3)


Postkarte mit einer Zeichnung der Ev. Friedenskirche zu Grünau

Blick auf die ev. Friedenskirche von Osten  

1890

Die Einwohnerzahl Grünaus ist auf 1231 Frauen, Männer und Kinder angewachsen.

1904

Am 20. Februar 1904 wurde im Jagen 82 - am heutigen Don-Ugoletti-Platz- der Grundstein für die ev. Friedenskirche gelegt.

1906

1906 wurde der 37 km lange Teltow-Kanal fertig gestellt, der die obere Spree mit der Havel verbindet.

1909

Grünau und Cöpenick wurden durch eine Straßenbahn verbunden.

1910

Grünau hatte mittlerweile 3004 Einwohner.

1908 Freibad Grünau

Nach und nach entwickelte sich Grünau zum bevorzugten Ausflugsziel, nicht nur der bessergestellten Bürger.
Doch an ein Freibad war noch lange nicht zu denken. Das Schwimmen in den Berliner Seen und Flüssen galt als grober Unfug und Verstoß gegen Sitte und Anstand. Außerdem war es sogar polizeilich streng verboten.

Die erste "öffentliche Badestelle" am Wannsee wurde erst im Mai 1907 eröffnet. Typisch für Deutschland und die damalige Zeit trat jedoch gleichzeitig eine Polizeiverordnung zur Badebekleidung in Kraft:
Frauen mussten einen Badeanzug tragen, der von den Schultern bis zu den Kniegelenken alles bedeckte. Für Männer war eine Hose vorgeschrieben, die die Hüften und die Oberschenkel bedeckten.

Nachdem die Berliner in immer größerer Zahl an den Wannsee pilgerten wurde 1908 das Freibad Grünau und 1912 ein Bad am Müggelsee eröffnet. An immer mehr Seen und Flüsse wurde das Baden erlaubt.

Doch schon 1925 mussten viele innerstädtische Flußbadeanstalten wegen der zunehmenden Verschmutzung der Gewässer (insbesondere der Spree) geschlossen werden. 

Um den Berlinern das Badevergnügen in sauberem Wasser ermöglichen zu können, wurde 1926 das Freibad Rahnsdorf am Nordufer des Müggelsees schleunigst ausgebaut.
 
eine witzige Postkarte von Berlins erstem Familienbad anno 1912
Glücklicherweise ist heute der gesamte Bereich der Dahme inklusive der angrenzenden Seen wieder als Badegewässer zugelassen. Z. B. ist die Einstufung des Langen Sees (Dahme) an den Badestellen Freibad Grünau und Bammelecke als Badegewässer mit „ausgezeichneter Qualität“ erfolgt (Stand 2014).

Quelle: berlin.de/badegewaesser/badegewaesserprofil 
Postkarte vom Freibad Grünau anno 1918
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